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Leserreaktionen zu "Daß sy der Rit schütt"

 

 

 

 

 

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Ich habe kürzlich Ihr Buch "Daß sy der Rit Schütt" gelesen, und muss Ihnen sagen, dass ich regelrecht
abgetaucht war, während ich es las. Meine Familie musste mich so manches Mal aus dieser fernen Welt
in die Realität zurückholen, so fasziniert war ich! Sie haben das damalige Geschehen so detailreich
und spannend geschildert, was sicher nur möglich ist, wenn man mit Leidenschaft bei der Sache ist.
Das spürt man durch und durch, und alles ist so anschauliche erläutert, dass man alles ganz klar
vor sich sieht!

Andrea Reinhold
Zülpich
Man sagt gelegentlich, „Geschichte“ sei nichts anderes als eine unendliche Anzahl an einzelnen „Gschichtln“.
Sie lässt sich also oft nicht erfassen und läuft Gefahr, als abstrakt zu verblassen, wenn sie nicht mit konkreten Menschen aus der jeweiligen Epoche in Beziehung gesetzt wird. Bei Peter Klammers Werken wird dieser
Gedanke besonders augenscheinlich.
Die Akribie, die auch hinter „Daß sy der Rit schütt“ steckt, lässt sich erahnen. Die umfassenden Recherchen, Entzifferungen und Auswertungen der Protokolle damaliger Gerichtsverfahren erfordern wohl nicht nur
profunde Kenntnis der damaligen Sprache, Lebensweise und Art der Protokollführung. Es bedarf wohl auch
einer besonders ausgeprägten historischen Leidenschaft und eines Gespürs dafür, wie Verfahren (auch prozessrechtlich) abliefen.
Dem Leser eröffnet das Werk spannende Einblicke in eine längst vergangene und mitunter grausame Zeit. Man liest von damals geahndeten Delikten wie Schadenzauber, Hexenflug, Wettermachen und Hostienschändung, erfährt von gütlichen und peinlichen Verhörmethoden und von Details wie etwa dem Umstand, dass man sich nach einer Hinrichtung am Passeggen beim „Gastgeb“ traf. Neben den Schicksalen der Protagonisten der aufbereiteten Fälle ist vieles über das damalige Leben zu erfahren: von alten Berufen, die es heute nicht oder kaum mehr gibt, von der Kompetenzaufteilung zwischen geistlicher und weltlicher Gewalt, von Krankheiten und deren Behandlung, dem kulinarischen Angebot, dem Umgang mit Bettlern und von den Regeln und Gepflogenheiten des damaligen familiären und gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Der Inhalt des Buches mahnt aber auch. Der darin beschriebene Umgang mit Menschen, das erahnbare unsagbare Leid der Betroffenen und das Denunziantentum, liegen lange zurück. Geschichte aber wiederholt sich. Und wenn Peter Klammer in seiner Einleitung schreibt, dass Hexenverfolgungen „oftmals durch Unwetter und in der Folge durch lang anhaltende Agrarkrisen mit großen Teuerungen, Hungersnöten und Seuchen“ ausgelöst wurden, dann wird auch bei einem Blick auf die jüngere Geschichte und mitunter sogar die Gegenwart klar, dass wirtschaftlich schwierige Zeiten allzuleicht dazu führen, Schwächere auszugrenzen, anzufeinden und letztlich zu verfolgen.

Ich gratuliere zu dem Werk „Daß sy der Rit schütt“ ganz herzlich. Es macht das Leben einer längst vergangenen Zeit greifbar. Die Schilderungen gehen teilweise so nah, sind so lebendig, dass man das typische Dunkel und die Stille eines Archivs zu spüren glaubt und sich gar manchmal einbildet, den Geruch alten Papiers in der Nase zu haben.

Ing. Dr. Wolfgang Gappmayer, Rechtsanwalt
Wien
Nachdem ich nun doch schon einige Deiner Bücher gelesen habe, drängt es mich geradezu, Dir ein paar
Zeilen zukommen zu lassen.
Faszinierend für mich ist Deine Akribie bei der geschichtlichen Erforschung der doch etwas unrühmlichen Vergangenheit unserer Heimat. Besonders der Quellennachweis im Anhang der Bücher lässt das Arbeitspensum für den Laien nur ansatzweise erkennen. Das Buch „Daß sy der Ritt schütt“ hat mich derart gefesselt, dass ich es sofort ausgelesen habe - und in der Nacht nach einem schlimmen Traum wach wurde. Da ich doch fast alle Häuser und Familien im Lungau kenne (zumindest bis 1990) sind mir viele Namen im Gedächtnis geblieben und haben mich fast hypnotisch an manchen Ort des Geschehens transportiert.
Früher gab es das Fach Heimatkunde - und heute?
Wer sich in der Gegenwart mit der Vergangenheit nicht beschäftigt, wird der Zukunft kaum gewachsen sein.
 
Hans Perner 
Mauterndorf

Aufbauend auf die vorangegangenen Werke ist es wieder ein Klassiker in der Geschichte des Lungaues.
Hervorragende Recherche und Erklärungen zu alten Wörtern und Ausdrücken machen dieses Buch jedem geschichtsinteressierten Lungauer und natürlich jedem anderen empfehlenswert.
Wenn man einmal mit dem Lesen beginnt, kann man fast nicht mehr aufhören. In jener Zeit zu leben war für die Bevölkerung im Lungau sicher nicht angenehm.
Als in Gröbendorf aufgewachsener und in Mariapfarr in die Volksschule gegangener (Lehrer SR Kößlbacher und Petritsch) Lungauer, kann ich mich noch erinnern, dass mein Ziehvater (Paul Fingerlos vlg. Ernstbauer) öfters sagte: „Geaht’s ban Schwammsuachn jo nit z’weit noch Moosham ume, sist dawischt enk da Schörgn Tone!“
 
Johann Gruber, Oberst
St. Michael/Steiermark
 


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